Wo stehen wir beim Klimaschutz?

Mit dem Integrierten Klimaschutzplan Hessen 2025 (IKSP) haben wir uns ambitionierte Ziele gesetzt. Bis 2025 wollen wir die Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 um 40 %, bis 2030 sogar um 55 % reduzieren. Dazu haben wir bereits die Mehrheit der 140 IKSP-Maßnahmen in Angriff genommen.

 

Zwischenbilanz nach 3 Jahren IKSP

Drei Jahre nach Start des Plans ziehen wir eine Zwischenbilanz – mit dem ersten Monitoringbericht zum IKSP 2025. Und es zeigt sich: Wir sind auf einem guten Weg. Für 103 von den 140 Maßnahmen hat die Umsetzung bereits begonnen, zehn sind bereits vollständig abgeschlossen und auch für die restlichen Maßnahmen ist die Umsetzung bis spätestens 2025 geplant. Damit haben wir viel geschafft. Dennoch müssen wir unsere Anstrengungen verstärken, um unsere Klimaziele zu erreichen. Deshalb wird der IKSP weiterentwickelt und wir starten ein zusätzliches Klima-Sofortprogramm: 18 weitere Maßnahmen für Klimaschutz und -anpassung, die über den IKSP hinausgehen.
 

Aktueller Stand der Umsetzung von IKSP-Maßnahmen: 10 abgeschlossen, 103 in Umsetzung, 27 bis 2025 geplant

Viele Maßnahmen bereits in Umsetzung

Bereits in Umsetzung sind beispielsweise die Maßnahmen „Brennstoffwechsel von Kohle zu Erdgas, Biomasse und biogenen Reststoffen bei Heizwerken bzw. KWK-Anlagen“ und „CO2-neutrale Landesverwaltung“, die einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Im Bereich der Klimaanpassung spielen Maßnahmen im Gebäudebereich eine wichtige Rolle, zum Beispiel die Förderung der Haus- und Hofbegrünung und die Erhöhung von Hitzeschutz und Rückstrahleffekten auf Gebäudeebene.

 

Erfolge und Emissionsminderung seit 1990

Im Bereich des Klimaschutzes und der Klimaanpassung haben wir damit einige Fortschritte erzielt. So ist der Anteil der Bruttostromerzeugung aus erneuerbaren Energien seit dem Jahr 2000 kontinuierlich auf aktuell knapp ein Viertel gestiegen. Die Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten mehr als verdoppelt. Im Verkehrssektor gibt es Fortschritte im Bereich der Elektromobilität. Auch ist der Anteil der ökologisch bewirtschafteten Fläche auf rund 15 % gestiegen und etwa 13,5 % aller Landwirtschaftsbetriebe sind mittlerweile Ökobetriebe.

Neben diesen und noch weiteren Erfolgen konnten wir bis 2019 so eine Emissionsminderung von 24 % erreichen, ausgehend vom Jahr 1990. Nach Prognosen des Öko-Instituts wurde bis 2020 eine Emissionsminderung von 29 % erreicht. Mit Blick auf die hessischen Klimaschutzziele wird damit deutlich: Diese Minderung reicht noch nicht aus, um die mittelfristigen Ziele für 2025 und 2030 zu erreichen. Deshalb sind weitere große Anstrengungen erforderlich. Dabei ist Hessen– wie alle Bundesländer – stark auf eine ambitionierte Bundes- und EU-Klimapolitik angewiesen.
 

Emissionsminderung seit 1990: 24% bis 2019, 29% bis 2020

Der Weg zum Monitoringbericht

Der Monitoringbericht hilft uns bei der Bewertung dessen, was bislang im Rahmen des Klimaschutzes und der Klimaanpassung unternommen wurde: Wie haben sich die Treibhausgasemissionen entwickelt? Welche sind die wesentlichen Treiber der Treibhausgasemissionen? Und wie ist der Klimawandel in Hessen konkret zu spüren? Um diese Fragen zu beantworten, wurden zahlreiche Kennzahlen und Indikatoren entwickelt. So helfen uns 29 Indikatoren (davon 21 neu entwickelt) dabei, die Folgen des Klimawandels zu messen – z. B. durch „Indikator 8: Hitzetote“ und „Indikator 20: Schäden an der Fichte“. Darüber hinaus zeigen uns 20 Kennzahlen, welche Fortschritte wir im Bereich des Klimaschutzes erzielt haben – z. B. „Kennzahl 5: Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien“ oder „Kennzahl 19: Endenergieverbrauch privater Haushalte“.
 

Indikatoren und Kennzahlen des IKSP-Monitorings

 

Mit dem ersten Monitoringbericht haben wir somit eine wichtige Grundlage für die Fortschreibung des IKSP geschaffen. Nun gilt es, die Kräfte zu bündeln, die Maßnahmen weiterzuentwickeln und den Klimaschutz sowie die Klimaanpassung in Hessen weiter voranzutreiben.

Hier geht’s zum vollständigen Monitoringbericht