Umsetzung des Klimaschutzplans

Mit der Verabschiedung des Klimaschutzplans im März 2017 haben wir auch den Startschuss für seine Realisierung gegeben. Seither koordiniert das Hessische Umweltministerium die Umsetzung und kümmert sich darum, dass die Maßnahmen des IKSP weiterentwickelt und weitergetragen werden.

 

Engagement auf allen Ebenen

Für die detaillierte Planung und Umsetzung der einzelnen Maßnahmen sind die verschiedenen hessischen Ministerien zuständig. Für die Abstimmung zwischen den Ressorts gibt es eine interministerielle Arbeitsgruppe für Klimaschutz und Klimawandel. Den Akteuren aus Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft, die an der Erarbeitung des Klimaschutzplans mitgewirkt haben, wird regelmäßig auf jährlichen Veranstaltungen zum Umsetzungsstand berichtet.

 

Die Umsetzung der Maßnahmen

Der Integrierte Klimaschutzplan Hessen 2025 umfasst insgesamt 140 Maßnahmen für Klimaschutz und Klimawandelanpassung. Unter ihnen hat die Landesregierung einige besonders wichtige beschlossen. Die Umsetzung dieser 42 prioritären Maßnahmen, die mit zusätzlichen Finanzmitteln ausgestattet wurden, aber auch vieler weiterer Maßnahmen des Klimaschutzplans hat 2017 begonnen. Von den 140 Maßnahmen befinden sich 110 Maßnahmen in der Umsetzung und ein Teil ist bereits erfolgreich abgeschlossen. So wurden Förderprogramme aufgebaut und erweitert, Institutionen gegründet, wie die Landesenergieagentur. Für Kommunen, Privatpersonen und Unternehmen wurden Beratungsangebote entwickelt und Projekte der Klimabildung ausgebaut. Einen vollständigen Überblick über den aktuellen Umsetzungsstand aller 140 Maßnahmen findest du hier.

 

Umsetzung Integrierter Klimaschutzplan Hessen 2025 140 Maßnahmen

 

Auch auf kommunaler Ebene gibt es Unterstützung für den Klimaschutz und die Klimawandelanpassung. Mit dem Bündnis "Hessen aktiv: Die Klima-Kommunen" bietet das Land Hessen Unterstützung zur erfolgreichen Umsetzung von Projekten auf kommunaler Ebene an. In dem Bündnis engagieren sich inzwischen über 220 Kommunen und auch Landkreise.

 

Umsetzung des IKSP wird laufend überprüft

Bei allem Tatendrang gilt: Damit der IKSP effektiv umgesetzt werden kann, müssen wir seine Maßnahmen weiterentwickeln. Dafür wird im Rahmen eines Monitoringberichts 2020 derzeit der Umsetzungsstand überprüft. Zudem beobachten wir weiterhin die Folgen des Klimawandels und den Effekt der Klimaanpassungsmaßnahmen. Für die Ausgestaltung des Monitorings ist das Hessische Umweltministerium verantwortlich.

 

Kurzstudie des HMUKLV zu Optionen zum vorzeitigen Kohleausstieg

Hessen hat sich Klimaschutzziele gesetzt, die unter anderem eine Minderung der Nutzung fossiler Brennstoffe im Strom- und Wärmebereich erforderlich machen. Mit der Kurzstudie „Optionen für einen vorzeitigen Kohleausstieg in Hessen“ werden Optionen und Herausforderungen eines Kohleausstiegs in Hessen, im Hinblick auf wirtschaftliche und standortbezogene Folgen, analysiert. Die Studie von Arepo Consult in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Barbara Praetorius (LITE – Lankwitz Institute for Technology and Environment) wurde 2019 – noch vor dem Kohleausstiegsgesetz – in Auftrag gegeben.

Hauptergebnisse der Studie sind:

Der Kraftwerksstandort Staudinger in Hessen (Blöcke 4 & 5) emittierte in den Jahren 2015-2017 durchschnittlich pro Jahr 2,16 Mio. t CO2. Die Abschaltung des Standortes würde dementsprechend einen signifikanten Teilbeitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele Hessens leisten. Im Rahmen der Kohleausstiegsdebatte hat Uniper dann auch angekündigt, seine alten Steinkohlkraftwerke stillzulegen; der Block 5 des Kraftwerks Staudinger soll bis spätestens Ende 2025 stillgelegt werden.

Eine der größten Herausforderung bei der Stilllegung des Kraftwerks Staudinger wäre eine effiziente und klimaneutrale Wärmeversorgung für die Städte Hanau und Großkrotzenburg, die auch erneuerbare Energien mit einbezieht.

Die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung ist der zentrale Hebel für ein klimaneutrales Hessen.